Atelierfest am 30. Juni 2019

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Pressemitteilung
Berlin, den 03. Juli, 2019

Seit mehr als zwei Jahren besteht das Atelierhaus Australische Botschaft Ost in Berlin-Pankow mit mehr als 30 Kunst- und Kulturschaffenden. Die Firma Prexxot hat im März 2017 Künstler*innen die Möglichkeit gegeben zur Zwischennutzung die Räumlichkeiten zu einem geringen Mietpreis anzumieten. Die Umsetzung der Eigentumswohnungen, die der Eigentümer plante, ließen sich nicht realisieren.

Aus einer Zwischenlösungsmietsituation, wuchs die Vision, das Atelierhaus Australische Botschaft (Ost) zu einem kulturell- und kunstbezogenem öffentlichem Haus zu entwickeln. Eine Vision, die als Angebot an Berlin formuliert ist und trotz beharrlicher Vernetzungs- und inhaltlicher Arbeit bisher nicht gelingt, um die notwendige finanzielle Unterstützung zu sichern.

Jetzt zum 30.6 wurden die Ateliers von ca. 35 Künstler*innen im Atelierhaus Australische Botschaft nach 2 Jahren intensiver Entwicklungszeit gekündigt.

Die Zeit ist knapp, um auszuziehen und einen neuen Raum finden. Manche Projekte müssen darunter leiden. Wenige Wochen davor fanden Workshops mit den Künstler*innen statt, wurden Konzepte für den Ort entwickelt. Der Ort soll ein öffentlicher sein, an dem schwerpunktmäßig Kunst und Kultur vertreten, produziert, ausgestellt und mitgeteilt wird, und auch Handwerk und ökologische Aspekte entwickelt und gelebt werden. Um neben sämtlichen Sparten der bildenden und angewandten Kunst einige zu benennen wären Schmiede, Brauerei, Imkerei und ein öffentlicher Garten sicher interesseweckend.

Der aktuell aufgerufene Kaufpreis von 8,5 Mio. Euro für das denkmalgeschütztes Gebäude wurde mit Hilfe von Stiftung, Triodos Bank und Mietshäuser Syndikat zu 2/3 gewährleistet.

Neben den Künstler*innen sind die vielen Unterstützer*innen, Interessenten und Mitdenker*innen aus Politik, Kunst und Kultur, besonders auch das regionale Umfeld des Atelierhaus Australische Botschaft (Ost) betroffen und enttäuscht. „Wir stehen im engen Kontakt mit dem Atelierhaus Australische Botschaft Ost. Ich erachte es als sehr hart, jetzt in der Sommerpause das Haus zu schließen. Ich hoffe sehr, dass die Künstlerinnen und Künstler mit den Eigentümern eine Lösung zum Erhalt finden. Vorerst wäre eine Verlängerung der Zwischennutzung um mindestens 6 Monate erstrebenswert.“ sagt Matthias Böttcher, BVV Pankow, Vorsitzender des Kulturausschuss,
SPD.

Und Tina Balla, Leitung des Fachbereichs Kunst und Kultur: „Die ehemalige Australische Botschaft Ost hat sich binnen kürzester Zeit zu einem außergewöhnlichen Kunst- und Kulturstandort entwickelt. Künstlerinnen und Künstler beleben diesen historisch bedeutsamen Ort seit dem Sommer 2017, machen ihn für die Öffentlichkeit zugänglich und setzen sich mit viel Engagement für dessen Erhalt ein. Nicht nur für sie, sondern auch für den Bezirk Pankow bedeutet die Verdrängung derartiger Orte und Freiräume einen hohen Verlust.“

Am Sonntag, 30.06. stieg eine Aktion ein großer Botschaftskuchen wurde gebacken, damit jeder ein Stück von der Botschaft haben kann.
Mit 3.000 Metern roter Folie wurde das gesamte Gebäude vom Dach bis zum Fundament umspannt und umwoben. „Installation No 1“ wurde von Andrea Fürst mit Hilfe von Markus Bünjer als Zeichen an die Öffentlichkeit realisiert, eine Verbindung, ein Netzwerk, das sich mit der Sprache der Kunst nach außen zeigt.

Der Tag wurde mit einem großen musikalischen Programm gefeiert mit Sandy Schwermer / Kingdom Blues (Harfe, Gesang und Kanarienvogelkäfig), Fredrik Kinbom und Sonja Kessner, MAILA N, Sängerin und Songwriterin, Fabian Koppri, Jacob Nicou und Benjamin Sohn mit dem Bandprojekt „Ausklang“, gegen Abend Afrikadelle mit Tunde Alibaba und Moussa Coulibaly, und DJ ADA legte bis zum frühen Morgen zum Tanzen auf.

Günther Lindner vom Theater o.N. hat das Gedicht von Bertold Brecht „Der Pflaumenbaum“ als Schattenspiel aufgeführt. Am Nachmittag sang der Chor der Begegnungsstätte Stille Straße. Eveline Lämmer (Vorstand des Fördervereins Stille Straße 10 e.V.) verlas zuvor ein Dokument mit der Überschrift: Gemeinsam gegen Verdrängung, für ein Recht auf Stadt.
Trotz großer Hitze und Sommerferien kamen viele Besucher*innen.

Auch die Berliner Woche berichtete: Das denkmalgeschützte ehemalige Botschaftsgebäude steht zum VerkaufEmailadresse: australischebotschaft-ost@protonmail.com
Pressespiegel: https://tinyurl.com/yylgap6q
Spenden sind wilkommen. Vereinskonto IBAN: DE04430609671229386700 // BIC: GENODEM1GLS***************************************************************************************

 

 

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